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MedienWG

Webkommunikation

Die alten, simplen Kommunikationsmodelle sind aufgrund des vorherrschenden Informationsoverflows und dem Verlust an Glaubwürdigkeit nicht mehr effektiv. 2008 ist das Internet bereits in der Zielgruppe der 25- bis 34-jährigen Deutschen das meistgenutzte Medium, noch vor TV, Zeitung und Radio. Das Internet ist mit 18% jährlich der am schnellsten wachsende Vertriebskanal für den Markt. Forscher und Wissenschaftler wie Manuel Castells und Dirk Baecker prognostizieren, dass sich unsere Gesellschaft mit der Einführung des Internets ebenso maßgeblich ändern wird, wie mit der Einführung der Schrift und des Buchdrucks. Egal welches Produkt oder Service Sie anbieten, die Kommunikation über und mit Ihnen ändert sich grundlegend - verpassen Sie nicht den Anschluss!

Mit dem Internet existiert ein Kanal, der Gespräche des früheren lokalen Marktplatzes bündelt und globalisiert. Bereits Berthold Brecht forderte in den 30er Jahren eine Umfunktionierung der Medien:

„Der Rundfunk ist aus einem Distributionsapparat in einen Kommunikationsapparat zu verwandeln. [...] also den Zuhörer nicht zu hören, sondern auch sprechen zu machen und ihn nicht zu isolieren, sondern ihn auch in Beziehung zu setzen. Der Hörfunk könne den Austausch, Gespräche, Debatten und Dispute ermöglichen."

Bislang nutzten Unternehmen das Internet als digitale Imagebroschüre. Bereits mit der Erfindung des Internet 1989 hatte der Erfinder Tim Berners-Lee die Vision von Berthold Brecht aufgegriffen und wollte ein Medium ettablieren, bei dem Akteure gleichzeitig Informationen empfangen und senden können: "[...] the idea of the Web as interaction between people is really what the Web is. That was what it was designed to be as a collaborative space where people can interact."

Für eine zukünftige erfolgreiche Web-Kommunikation müssen die Akteure auf Augenhöhe gehen.

web10.png

Die Grafik stellt den klassischen Entscheidungsprozess der Werbung nach dem AIDA-Modell dar. Mit einer Reihe von Werbebotschaften wird der Rezipient penetriert, eine bestimmte Entscheidung zu treffen oder eine Denkhaltung einzunehmen. Ungefähr acht Kontakte mit dem Rezipienten sind notwendig, damit er eine Botschaft wahrnimmt. Attention, Interest, Desire, Action (AIDA)! So einfach ist die Werbewelt leider nicht mehr. Klassische Werbung steckt in zwei Dilemmata:

Erstens verliert Werbung immer mehr an Glaubwürdigkeit, immer weniger Menschen orientieren sich an klassischer Werbung. Laut dem NIELSEN Trustbarometer vertrauen nur 35% den Werbebotschaften. Somit rückt das Ziel den Rezipienten zur gewünschten Handlung zu bewegen, in immer weitere Ferne. Das persuasive Potential von Werbung schrumpft. 78 % der Rezipienten vertrauen auf persönliche Empfehlungen. Hier werden Werbebotschaften durch die Zielgruppe selbst übermittelt.

Zweitens reagiert der Rezipient mit Ablehnung auf den Informationsoverkill von bis zu 5.000 Werbebotschaften pro Tag. Klassische Werbung verpulvert oft völlig sinnlos hohe Mediabudgets.

Die MedienWG steht für interaktive Online-Kommunikation im Web. Hier spielt sich von einigen Zielgruppen heute schon ein Großteil der Kommunikation ab. Wie sich Menschen früher auf dem lokalen Wochenmarkt im Stadtzentrum über das Angebot ausgetauscht haben, wird heute online in Echtzeit global über Markenerlebnisse, Produkte und Dienstleistungen gesprochen. Um in diesem privaten Raum der Online-Kommunikation Botschaften zu platzieren, müssen kreative Kommunikationskonzepte erstellt werden. Die MedienWG versteht die Strukturen im Social Web, weil die Mitarbeiter dort selbst groß geworden sind und weil sich die Geschäftsführer wissenschaftlich mit den Strukturen auseinandergesetzt haben.

web20

Um im Web 2.0 Menschen zu erreichen gibt es drei Wege:

• via soziale Netzwerke: (Bsp: StudiVZ, MySpace, Facebook, Wer-kennt-wen)

• via eigene Inhalte (selbst produzierte Inhalte, wie zum Beispiel Fotos, Videos, Statistiken, die in bestehende Netzwerke eingebunden werden können)

• via Word-of-Mouth- oder viralen Marketing (Kundenbegeisterung, spannende Inhalte, die zu Mundpropaganda führen und anschließend einen Image- und Inhaltetransfer von der Kampagne auf eigene Inhalte vollziehen)

Um einen "Stand" erfolgreich auf dem globalen Marktplatz zu betreiben, muss zunächst eine Online-Identität aufgebaut, Beziehungen geknüpft und gezielt Informationen ausgetauscht werden:

1. Identitätsmanagement: Profile in sozialen Communities veröffentlichen, aktualisieren und Online-Identitäten anderer besuchen und mit den eigenen Interessen vergleichen

2. Beziehungsmanagment: Knüpfen von Online-Freundschaften, Kontakten und Gruppen

3. Informationsmanagment: Produzieren und konsumieren von Informationen, RSS-Feeds abonnieren, Podcasts veröffentlichen und Weblogs schreiben

 
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Weitere Hintergründe und Informationen zum Thema Marketing 2.0, Web 2.0 und Film 2.0 finden Sie unter www.weandx.de

In unseren Vorträgen bekommen Sie diese Informationen für sie individuell aufbereitet und auf das Wesentliche konzentriert.

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